Unsere Leistungen in der Pränataldiagnostik & Frauenheilkunde in Osnabrück
In unserer Spezialpraxis für Pränatale Medizin und Ultraschalldiagnostik in Osnabrück begleiten wir dich mit moderner, wissenschaftlich fundierter Diagnostik – von frühen Screening-Untersuchungen im 1. Trimester bis zur differenzierten Feindiagnostik im weiteren Schwangerschaftsverlauf. Ergänzend sind wir Privatpraxis für Frauenheilkunde.
Unser Ziel: Ihnen verständliche Informationen, eine klare Einordnung von Chancen und Grenzen sowie eine ruhige, empathische Beratung zu geben – damit Sie Entscheidungen in Ihrer Schwangerschaft gut informiert treffen können.
Leistungsspektrum im Überblick
- Erst-Trimester-Screening (NT-Screening / Nackentransparenzscreening)
- Präeklampsie-Screening im Rahmen des 1. Trimesters
- Feindiagnostik / Organultraschall / Fehlbildungsultraschall inkl. fetaler Echokardiographie
- Doppler-Sonographie zur Beurteilung von Blutflüssen und Plazentafunktion
- Nicht-invasiver Pränataltest (NIPT): PraenaTest® (Lifecodexx)
- Brustultraschall und gynäkologischer Ultraschall
- Aufklärung & Beratung nach GenDG (inkl. Informations- und Aufklärungsbögen)
Ultraschall-Untersuchungen: präzise, schonend und aussagekräftig
Ultraschall ist ein zentrales Verfahren der modernen Geburtsmedizin. Wir setzen hochauflösende Technik ein, um die Entwicklung eures Kindes möglichst detailliert zu beurteilen – immer mit dem Bewusstsein, dass die Aussagekraft auch von den Untersuchungsbedingungen (z. B. Kindslage) abhängen kann.
Erst-Trimester-Screening (NT-Screening): frühe Risikoeinschätzung im 1. Trimester
Das Erst-Trimester-Screening (auch Nackenfalten-/Nackentransparenzscreening) ist eine frühe Ultraschalluntersuchung, die zwischen 11+0 und 13+6 SSW stattfinden kann. Wir erfassen dabei u. a. Wachstumsparameter und beurteilen Hinweise auf chromosomale Risiken sowie früh sichtbare Organauffälligkeiten.
- NT-Messung (Nackentransparenz): Hinweisparameter für ein erhöhtes Risiko bestimmter Auffälligkeiten
- Optional: mütterliche Blutwerte (z. B. free ß-hCG und PAPP-A) zur verbesserten Risikoberechnung
- Risikoberechnung: standardisiert nach Richtlinien der FMF (Fetal Medicine Foundation)
Wichtig: Das Screening ist eine Wahrscheinlichkeitsaussage und ersetzt keine sichere Chromosomendiagnostik.
Wenn eine eindeutige Abklärung gewünscht oder medizinisch sinnvoll ist, beraten wir ausführlich zu den nächsten Schritten (z. B. weiterführende Diagnostik).
Hinweis zur Abrechnung: Das Erst-Trimester-Screening ist in der Regel nicht Bestandteil der Mutterschaftsrichtlinien und wird häufig als IGeL-Leistung angeboten.
Präeklampsie-Screening: Risiko früh erkennen, Schwangerschaft engmaschig begleiten
Die Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die häufig erst in der zweiten Schwangerschaftshälfte symptomatisch wird. Da frühe Anzeichen nicht immer eindeutig sind, kann eine Risikoeinschätzung im 1. Trimester hilfreich sein.
Für die Risikoberechnung kombinieren wir – entsprechend gängigen Screening-Ansätzen – mütterliche Faktoren und Marker, die typischerweise zwischen der 12. und 14. SSW erhoben werden.
- Doppler der Gebärmutterarterien (Art. uterinae)
- Blutdruckmessung
- Optional: Laborparameter (z. B. PlGF) – abhängig von individueller Situation
Falls sich ein erhöhtes Risiko zeigt, besprechen wir mit Ihnen verständlich die Bedeutung des Ergebnisses sowie mögliche medizinische Maßnahmen und die weitere Überwachung – immer individuell und verantwortungsvoll.
Feindiagnostik / Organultraschall / Fehlbildungsultraschall: detaillierte Beurteilung um die 20. SSW
Der große Organultraschall ist eine besonders umfassende Untersuchung, die deutlich über den Standard-Ultraschall hinausgeht. Der optimale Zeitraum liegt typischerweise zwischen 19+0 und 21+6 SSW.
Was wir – sofern die Bedingungen es zulassen – im Organultraschall beurteilen
- altersentsprechendes kindliches Wachstum
- sichtbare Organe inkl. Herz (fetale Echokardiographie)
- Lage und Aussehen der Plazenta
- Fruchtwassermenge
- Blutfluss in Nabelschnur und Gebärmuttergefäßen (Beurteilung der Plazentafunktion)
Fetale Echokardiographie: das kindliche Herz im Fokus
Da angeborene Herzfehler zu den häufigeren Fehlbildungen zählen, ist die Beurteilung von Herzanatomie, Herzfunktion und Blutflüssen ein wichtiger Bestandteil der weiterführenden Diagnostik. Bei Auffälligkeiten planen wir gemeinsam die nächsten Schritte – inklusive sinnvoller interdisziplinärer Einbindung spezialisierter Kinderärztinnen/-ärzte.
Auch hier gilt: Ein unauffälliger Befund ist sehr beruhigend, kann aber nicht jede Erkrankung mit absoluter Sicherheit ausschließen. Wenn sich Auffälligkeiten zeigen, begleiten wir Sie mit Erfahrung, klarer Kommunikation und – falls gewünscht – der Vermittlung von weiteren Unterstützungsangeboten.
Hinweis: Je nach Indikation kann eine Überweisung erfolgen; auf Wunsch ist die Untersuchung auch als Selbstzahlerleistung möglich.
Doppler-Sonographie: Durchblutung, Plazenta und Versorgungssituation einschätzen
Mit der Doppler-Sonographie stellen wir Blutflüsse in mütterlichen und kindlichen Gefäßen farblich und grafisch dar. So können wir u. a. die Mutterkuchenfunktion beurteilen und Hinweise auf akute oder chronische Versorgungsprobleme erkennen.
Die Doppler-Untersuchung kann z. B. sinnvoll sein bei:
- vermindertem Wachstum des Kindes
- reduzierter Fruchtwassermenge
- Infektionen
- Mehrlingsschwangerschaften
- bekannten Fehlbildungen
- mütterlichen Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes
Brustultraschall & gynäkologischer Ultraschall
Als Privatpraxis für Frauenheilkunde bieten wir ergänzend gynäkologische Ultraschalluntersuchungen sowie Brustultraschall an – zur individuellen Abklärung und Verlaufskontrolle.
Nicht-invasiver Pränataltest (NIPT): PraenaTest® (Lifecodexx)
Der PraenaTest® ist eine nicht-invasive pränatale Untersuchungsmethode aus mütterlichem Blut. Er ist für das ungeborene Kind nicht belastend und kann mit hoher Sicherheit Hinweise auf ausgewählte Chromosomenstörungen liefern.
- Material: mütterliche Blutprobe
- Vorteil: kein Eingriffsrisiko wie bei invasiven Verfahren
- Wichtig: Wir besprechen mit Ihnen vorab, was ein Ergebnis bedeutet – inklusive Grenzen und möglicher Konsequenzen.
Die Abrechnung erfolgt in der Regel als IGeL-Leistung über den Anbieter; eine Kostenübernahme kann im Einzelfall nach Rücksprache mit der Krankenkasse möglich sein. Wir klären transparent auf, welche Schritte sinnvoll sind – passend zu Ihrer Fragestellung.
Beratung, Aufklärung & GenDG: wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen
Vor pränatalen Untersuchungen ist eine verständliche Aufklärung entscheidend. Wir führen mit Ihnen ein ausführliches Gespräch zu Chancen, Grenzen, Risiken und möglichen nächsten Schritten. Zusätzlich stellen wir Ihnen Aufklärungsbögen nach dem Gendiagnostikgesetz (GenDG) zur Verfügung, damit Sie sich bereits vor dem Termin in Ruhe informieren können.
Was Sie bei uns erwarten dürfen
- ruhige, strukturierte Beratung – verständlich und ohne Zeitdruck
- Einordnung von Befunden (Was bedeutet das Ergebnis – und was nicht?)
- bei auffälligen Befunden: gemeinsame Planung sinnvoller weiterer Diagnostik
- bei Bedarf: Hinweise auf psychosoziale Beratungsstellen und unterstützende Angebote
FAQ: Häufige Fragen zu pränataler Diagnostik in unserer Praxis
Wann ist der beste Zeitpunkt für das Erst-Trimester-Screening (NT-Screening)?
Das Screening ist typischerweise zwischen 11+0 und 13+6 SSW möglich (entspricht meist 12.–14. Schwangerschaftswoche).
Ist ein unauffälliger Ultraschall eine Garantie für ein gesundes Kind?
Ein unauffälliger Befund ist sehr beruhigend, kann jedoch nicht jede Erkrankung oder Auffälligkeit mit absoluter Sicherheit ausschließen.
Was bringt die Doppler-Sonographie?
Sie hilft, Blutflüsse und die Plazentafunktion einzuschätzen – besonders bei Risikokonstellationen oder Auffälligkeiten im Verlauf.